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21.02.2026 Die wirkliche Geschwindigkeit

Was kostet uns das Auto?

Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass es falsch ist, wenn man beim Vergleich zwischen Bahn, Bus oder eigenem Auto die Benzinkosten durch die gefahrenen Kilometer teilt und meint, das wäre alles gewesen. Selbst die Automobilclubs rechnen die Anschaffung, Versicherung, Steuer und Abschreibung über die Lebensdauer dazu. Changing Cities weist uns nun darauf hin, dass man grundsätzlich alle weiteren Kosten hinzurechnen muss. Auch im Hinblick auf die Aussage "mit dem Auto bin ich schneller" sollte man den wirklichen Zeitaufwand für die Fahrt hinterfragen.

Darüber hinaus müssen wir an dieser Stelle noch hinzufügen, dass auch die Investitionen in eine "autogerechte" Landschaft mitberechnet werden müssten und die gesundheitlichen und Klima-Folgen durch den privaten Autoverkehr. Darüber hat Changing Cities an anderer Stelle geschrieben, so dass wir diese Kosten heute mal übersehen ...

Autofahren lohnt sich nicht, my Darling

Auf der unten verlinkten (englischen) Webseite haben Aktive von Clean Air Action Group aus Ungarn die folgende Rechnung aufgemacht: Was wäre, wenn wir zusätzlich zur Reisezeit auch die Zeit einrechnen, die insgesamt für das Verkehrsmittel draufgeht? Viele Menschen unterschätzen, wie viel sie das Autofahren monatlich kostet – finanziell, aber letztendlich auch in Lebenszeit – und treffen so eventuell falsche Entscheidungen. Mit konkreten Zahlen an der Hand könnt Ihr mit Eurem Kollegen oder Eurer Nachbarin ins Gespräch darüber kommen, wie gute Mobilität eigentlich aussieht.

Normalerweise berechnen wir die Reisegeschwindigkeit so: Die Länge der zurückgelegten Strecke wird geteilt durch die Fahrzeit. So kommen wir z. B. für einen Pkw auf 50 km/h. Hinzu kommen aber noch andere Faktoren: die Zeit, in der Du einen Parkplatz suchst; die Zeit, in der Du das Auto zur Werkstatt bringst; aber vor allem sämtliche Zeit, die Du arbeitest, (nur) um Dein Auto, Versicherung, Reparaturen und Kraftstoff zu finanzieren. Heraus kommt die sogenannte "soziale Geschwindigkeit": Die Zeit, die Du insgesamt in das Verkehrsmittel steckst, wird geteilt durch die zurückgelegte Strecke, und plötzlich ist Autofahren nicht mehr viel schneller als Zufußgehen.

Die soziale Geschwindigkeit kann schneller oder langsamer werden: Zu viert im Auto werden wir schneller. Rechnen wir auch die externalisierten Kosten ein (also Kosten, die nicht die autofahrende Person selbst zahlt, sondern die ganze Gesellschaft, z. B. für Straßeninfrastruktur und Unfallfolgen), dann wird das Auto nochmal deutlich langsamer.

Die im unten verlinkten Artikel genutzte Tabelle (Excel) lässt sich herunterladen und für die eigene Person anpassen und nutzen und man bemerkt, dass uns der "Fortschritt" gegenüber dem durch die Savanne streifenden Steinzeitmenschen nicht viel gebracht ...

Mehr dazu bei https://cleancitiescampaign.org/research-list/driving-a-car-is-shockingly-slow/


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3N9
Link zu dieser Seite: https://www.a-fsa.de/de/articles/9446-20260221-die-wirkliche-geschwindigkeit.html
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Tags: #Auto #Kfz #Vebrauch #Kosten #Allgemeinheit #Arbeit #Geschwindigkeit #Zeitverlust #Tabelle #Aufwandberechnen #ChangingCities
Erstellt: 2026-02-21 06:16:02


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