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06.09.2026 Mieten runter, Löhne rauf!

Against the Rent Crisis

... more than 11,000 people marched through Berlin yesterday. Activists from "Aktion Freiheit statt Angst e.V." were among them. Not only here in the city, but also in Munich, Frankfurt, and many other cities, it is no longer possible to find affordable housing. In doing so, those in power have once again trampled on a human right. According to the UN Social Charter, housing — just like education and food — is an inalienable human right.

It is unacceptable that families have to spend up to 40% of their income on housing alone. In addition, people have to deal with completely opaque rent increases and utility bills. As soon as you start looking for a larger apartment — for example, because you’re expecting a child — you walk right into the arms of speculators. Every new lease brings them additional profit. Enough is enough!

Homes for those who live in them!

Years ago, a majority of Berliners voted in favor of nationalizing the large housing corporations. Aside from working groups and commissions, there was nothing but hot air. Now the federal government(!) wants to nullify this Berlin referendum through an unconstitutional law that is supposed to prohibit the expropriation of real estate. The articles in the Basic Law say otherwise!

This is another reason why the German Trade Union Federation (DGB), the Berlin Tenants’ Association, the "Expropriate Deutsche Wohnen & Co" initiative, and climate protection groups called for this demonstration. In addition to the expropriation of large real estate corporations, the current demands include a nationwide rent cap, the conversion of vacant office towers into apartments, the abolition of evictions for personal use and forced evictions, and, finally, a return to municipal, eco-friendly construction of urgently needed housing.

Translated with DeepL.com (free version)

Read more https://www.mietenwahnsinn.info/2026/demo-05-09-2026/


Kommentar: RE: 20260906 Mieten runter, Löhne rauf!

Vergesellschaften oder nicht?
Ich wohne in einer Genossenschaftswohnung und bin Genossenschaftsmitglied und habe auch Einblick in unsere Finanzen. Ein Teil unserer Genossenschaftwohnungen hat eine Sozialbindung, die jetzt auf Wunsch der Stadt von 50 auf 100 (1) Jahre verlängert wurde (München...).
Bei diesen Wohnung beträgt die Rücklage pro Jahr für Renovierung/Sanierung in etwa eine Nettomonatskaltmiete, das sind knapp 10 EUR/qm und Jahr. Da kommen keine gigantischen Beträge zusammen, aber mehr ist nicht drin. Gewinnausschüttung machen wir seit knapp 10 Jahren nicht mehr und verwenden die Überschüsse so gut es geht um uns aus Erbpachtverträgen mit der Bahn rauszukaufen wo finanziell machbar und wir machen auch Bau von neuen Wohnungen.
Und dann schauen wir uns mal die Vonovia an:
"Eine Milliarde Euro schüttet die Vonovia dieses Jahr an ihre Aktionäre aus. Dafür bezahlen die Mietenden der knapp 500.000 Wohnungen des Konzerns in Deutschland: 166 Euro, jeden Monat. Das bedeutet auch, dass die Miete bei Vonovia im Schnitt um 166 Euro im Monat günstiger sein könnte, wenn sich keine Dritten bereichern würden."
https://www.surplusmagazin.de/vonovia-166-euro-pro-mietwohnung-dividende/

ep., 22.09.26 11:44


Kommentar: RE: 20260906 Mieten runter, Löhne rauf!

Für mich steht ausser Frage, dass billiger Wohnraum im Sinne der Menschen und Demokratie ist.
Billiger Wohnraum bedeutet kurze Atbeitswege und dadurch weniger Klimaschaden. Es bedeutet mehr dringend notwendige Umverteilung, Gerechtigkeit und sozialen Frieden.

Si., 22.09.26 11:52


Kommentar: RE: 20260906 Mieten runter, Löhne rauf!

Ganz klarer Fall: ich bevorzuge auch Genossenschaften. Aber letzten Endes muss man mal sehen: Wir hatten viele Sozialwohnungen im Bestand. Anfang der 2000-er wurde die Fehlbelegungsabgabe abgeschafft, da es ja genug Sozialwohnungen gab. Die wurden dann verhökert - und später teuer zurückgekauft. Wie blöd können Regierungen eigentlich sein?
Nun fehlen jede Menge Wohnungen. Gleichzeitig ist Bauen teuer wie noch nie. Durch den demografischen Wandel wird es sich aber nicht lohnen groß zu bauen, weil man da ein bisschen weiter denken muss als nur 20 Jahre.
Unterdessen stehen direkt gegenüber unserer Uni Häuser leer. Die gehören der Uni, waren mal Mitarbeiterwohnungen. Die zerfallen, anscheinend interessiert es niemanden. Früher hätten Studenten die einfach besetzt, heute wissen die nicht, wo sie um Erlaubnis fragen sollen. Ich hätte gerne so eine Wohnung, würde mir die Finger danach lecken. Aber nun ja. Ich muss pendeln. So wie viele andere auch. Und da frage ich mich manchmal: Muss denn wirklich jeder Blödmann in der Metropole wohnen, selbst wenn er da gar keinen Job hat? Ich denke nicht. Da wo Wohnraum knapp ist, sollten Personen bevorzugt werden, die da auch einen Job vorweisen können. Auch das würde massenhaft Emissionen einsparen.
Man könnte das theoretisch auch so lösen, dass Arbeitgeber mindestens so viel Gehalt zahlen müssen, dass man davon eine Miete am Ort zahlen kann. Es gibt viele mögliche Ansätze für das gleiche Problem. Ob Enteignungen nun das Richtige sind, ist zweifelhaft. In manchen (wenigen) Fällen sicherlich richtig, nämlich da, wo die Häuser verkommen und nur Miete kassiert wird, wo es womöglich auch zu organisiertem Sozialleistungsbetrug kommt. Beispielsweise der Weiße Riese in Duisburg. Manches darf es einfach nicht geben.

Ol., 22.09.26 19:20


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Tags: #Mieten #Wohnungskonzerneenteignen #Grundgesetz #Soziales #Gleichberechtigung #Diskriminierung #Ungleichbehandlung #Gewerkschaft #Mitbestimmung #Mietervereine #arm #reich
Created: 2026-09-06 08:10:59
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