Jugend verweigert sich
Im Herbst hatten wir unseren EUDI-Flyer vorgestellt. Darin geht es um den Digitalzwang mit dem wir für fast alle Vorgänge im täglichen Leben gezwungen werden, unser Identität mittels Smartphone nachzuweisen. Nun hat Mustafa Mahmoud Yousif auf dem 39. Chaos Communication Congress über ein ähnliches Projekt in Kenia berichtet.
Dort hat die kenianische Zivilgesellschaft eine geplante Mega-Datenbank der Regierung zu Fall gebracht. Geplant war in einem "Huduma Namba" genannten System praktisch alles zu speichern:
Name, Größe, Alter, Landbesitz und Stammeszugehörigkeit, Einkommens- und Bildungslevel, Angaben über Familienangehörige und sogar biometrische Daten bis zur DNA sollten gespeichert werden. Nur diejenigen, die da mitspielen dürften Zugang zu staatlichen Leistungen erhalten und ihre Kinder auf eine Schule schicken können.
Eine politische Opposition war nicht vorhanden. Trotzdem verweigerten sich vor allem Jugendliche dem Projekt. Nun hat das Verfassungsgericht die Datenbank für ungültig erklärt, weil eine Datenschutz-Folgenabschätzung fehlte.
Mehr dazu bei https://netzpolitik.org/2025/huduma-namba-wie-kenias-zivilgesellschaft-die-totalerfassung-der-bevoelkerung-bekaempfte/
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Erstellt: 2026-01-03 10:59:37 Aufrufe: 63
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