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08.02.2026 RedDot und ICEblock verschwunden

Apple und Google zensieren Apps

Es ist unglaublich, in vorauseilendem Untertanengeist lassen die milliardenschweren Tech-Konzerne Apps in der Versenkung verschwinden, nur weil die Regierung diese nicht mag. Apple hatte ähnliches vor etwa 10 Jahren gemacht. Damals verschwand eine App aus ihrem Store, mit der man im Nachhinein die Drohneneinschläge und die Zahl der Opfer einsehen konnte, die der illegale Krieg der USA in Afghanistan, Pakistan, Somalia und Jemen kosteten. Nun schreiben uns Arsenal PAC, Win Without War, Democracy for America u.a. mit der Bitte sich gegen die Zensur von Apps einzusetzen, die die widerrechtlichen Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE zeitnah dokumentieren und die Menschen warnen können:

Die großen Tech-Unternehmen haben sich Trump gebeugt. Jetzt zahlen Familien den Preis dafür. Fordern Sie die CEOs von Apple und Google auf: Beenden Sie Ihre Verträge mit der ICE SOFORT.

Ende September 2025 stürmten 300 ICE-Beamte ein Wohnhaus im Stadtteil South Shore in Chicago. Sie traten nach Mitternacht Türen ein, während die Menschen in ihren Betten schliefen. Sie fesselten Kinder mit Kabelbindern und setzten Blendgranaten gegen Familien ein, darunter auch amerikanische Staatsbürger. Ein Bundesrichter entschied später, dass die ICE Hunderte von Menschen ohne Haftbefehl oder hinreichenden Verdacht illegal festgehalten und damit gegen eine gerichtliche Anordnung verstoßen hatte.

Die Apps, die diese Familien hätten warnen können, die Tools, die das Vorgehen der Beamten hätten dokumentieren und dazu beitragen können, sie für ihre Handlungen zur Rechenschaft zu ziehen, ist verschwunden. Nur wenige Tage zuvor auf Trumps Wunsch aus den App-Stores gelöscht.

Trumps Generalstaatsanwältin Pam Bondi tätigte einen Anruf, und das war alles, was nötig war. Apple entfernte ICEBlock aus dem App Store. Google entfernte Red Dot. Die größten Apps, mit denen Menschen die Aktivitäten der ICE dokumentieren und ihre Nachbarn warnen konnten, waren verschwunden. Legal. Geschützte Meinungsäußerung über Nacht entfernt, nur weil die Regierung darum gebeten hatte.

Die Menschen warten nicht auf eine Genehmigung. Als die großen Tech-Unternehmen den Stecker zogen, wandten sich die Familien Plattformen wie ResistMap zu – die außerhalb der App-Stores und außerhalb der Reichweite der Unternehmen aufgebaut wurden. Keine App zum Löschen. Kein Unternehmen, auf das Druck ausgeübt werden kann. Kein milliardenschwerer Vorstand, der sich einem Anruf beugt. Also nutzt Open Source - das haben wir schon immer gesagt!

Aber niemand sollte die Zensur von Unternehmen umgehen müssen, um Missbrauch durch die Regierung zu dokumentieren.

Fordern Sie Apple und Google auf, alle Verträge mit ICE und CBP zu kündigen und sich öffentlich dazu zu verpflichten, das Recht der Amerikaner zu schützen, Informationen über Strafverfolgungsmaßnahmen zu dokumentieren und weiterzugeben – so wie sie es bereits mit Waze, Citizen oder anderen Apps tun.
CHN Action, Washington, DC 20036

Protestbrief schreiben!

Mehr dazu bei https://actionnetwork.org/letters/tell-big-tech-end-ice-contracts/


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3MV
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Tags: #USA #Zensur #Transparenz #Informationsfreiheit #Anonymisierung #Apple #Google #WarnApps #ICE #Polizeigewalt #Trump #WinWithoutWar #PAC #DrohnenApp #Diskriminierung #Ungleichbehandlung #AppStores #OpenSource #Alternativen
Erstellt: 2026-02-08 09:42:12


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