Glasfaser bringt die Wanze ins Haus
Forschende mehrerer Universitäten in Hongkong haben untersucht, wie gut man die Auswirkungen von Schallwellen auf Glasfaserleitungen messen kann. Auf einer Präsentation beim Network and Distributed System Security (NDSS) Symposium 2026 in San Diego berichteten sie, dass es möglich ist die Druckschwankungen von Gesprächen in der Nähe der Leitungen in mikroskopisch kleinen Verformungen des Lichtsignals zu registrieren. Bei Leitungslängen unter 50m konnten sie die Sprachsignale wieder herstellen.
Dabei konnten sie mehr als 80 Prozent der gesprochenen Wörter erkennen, die in einem Abstand von 2m von der Leitung gesprochen wurden. Der Vorteil gegenüber einer elektronischen Wanze liegt darin, dass diese mit entsprechenden Geräten geortet werden können. Der Nachteil beim Abhören aus einem Verteilerkasten auf der Straße sind allerdings Straßenlärm und Erschütterungen durch den Verkehr. Die Sensortechnik müsste in der Nähe (unter 50m) im Gebäude mittels eines "Technikertermins" installiert werden.
Mehr dazu bei https://www.golem.de/news/mikrofon-nicht-noetig-neue-spionagetechnik-missbraucht-glasfaserkabel-als-wanze-2604-207416.html
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Tags: #Glasfaser #abhören #Lauschangriff #Überwachung #Vorratsdatenspeicherung #Videoüberwachung #Wanze #Verhaltensänderung #Verbraucherdatenschutz #Datensicherheit
Erstellt: 2026-08-25 08:04:45
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