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07.11.2026 Einige schöpfen unsere Ressourcen fast kostenlos

Sie pumpen unsere Notreserve ab

Nach unserer Kritik am Bau von Datencentern in Deutschland aber auch anderen EU Ländern vor 3 Wochen gab es Kommentare unserer Leser, die auf deren ungeheuren Wasserverbrauch hingewiesen haben. In diesem Zusammenhang hat uns der aktuelle Newsletter von Foodwatch.de auf einen weiteren Großverbraucher unserer Wasservorräte hingewiesen. Foodwatch hat untersucht wo und zu welchen Bedingungen (meist ein gut gehütetes Vertragsgeheimnis) Getränkekonzerne unser Wasser aus dem Boden pumpen dürfen. Foodwatch.de stellt fest:

Das Ergebnis hat uns schockiert. Sie finden es in unserem großen Wasserreport „Pegel sinken, Umsätze steigen“.
Erstens: Die Konzerne pumpen auch dort, wo das Wasser ohnehin knapp ist. Fast zwei Drittel ihrer Werke liegen in Regionen, in denen das Grundwasser schon heute von Knappheit bedroht ist.[2] In Jessen etwa lässt Lidl Mineralwasser für seine Eigenmarke „Saskia“ abfüllen – mitten im Dürre-Hotspot Sachsen-Anhalt.[3] Unsere Recherche zeigt: Baruth ist kein Einzelfall. Baruth hat System.

Zweitens: Das Problem reicht tiefer. Im wahrsten Sinne des Wortes. Weit unter dem normalen Grundwasser liegt unsere eiserne Reserve: das Tiefengrundwasser. Es ist gut geschützt und sauber. Aber es erneuert sich nur langsam, oft ist es Tausende Jahre alt. Diese Reserve brauchen wir, wenn alles andere versagt. Wenn Brunnen trocken fallen; Chemikalien das Wasser nahe der Oberfläche verseuchen. Dann bleibt uns nur noch das Wasser aus der Tiefe.[4]

Genau diese Notreserve zapfen die Konzerne an. Red Bull und sein Partner Rauch dürfen in Baruth jedes Jahr 2,35 Milliarden Liter nutzen.[5] In Jessen darf die Lidl-Mutter jedes Jahr über eine Milliarde Liter Mineralwasser fördern.[2] Und die Reserve schrumpft bereits: In Bayern messen Behörden auch beim Tiefenwasser sinkende Pegel.[6]

Man muss sich das klarmachen: Coca-Cola, Lidl & Co. machen unsere Notreserve zu Geld. Flasche für Flasche. Und zahlen dafür kaum etwas, teils gar nichts.[7] Was uns im Ernstfall retten soll, steht heute im Supermarktregal.

Damit das so bleibt, stecken allein Coca-Cola, PepsiCo und Red Bull fast eine Million Euro pro Jahr in Lobbyarbeit.[8] Wer hält dagegen? Die Politik bisher nicht. Wir schon. Unsere Forderung: Wird das Wasser knapp, haben die Menschen Vorrang vor den Konzernen. Das gehört ins Gesetz.

Unterstützen wir Foodwatch beim Kampf um unser Wasser, denn wie bei den Datencentern sind es wieder große US Konzerne, die sich unserer Ressourcen bedienen um auf unsere Kosten ihre Gewinne zu machen!

Mehr dazu bei
[2] https://www.foodwatch.org/de/report-grundwasserstress-billiges-wasser-fuer-grosse-konzerne
[3] Heinrich Böll Stiftung Sachsen Anhalt: „Dürrehotspot Sachsen-Anhalt“, zuletzt abgerufen am 03.11.2026
[4] LFU Bayern: „Tiefengrundwasser“, zuletzt abgerufen am 03.11.2026
[5] Lebensmittel Praxis: „Geplantes Dosenwerk für Red Bull in Brandenburg verzögert sich “, 20.07.2026
[6] Bayerischer Landtag: „Anfragen zum Plenum, Drucksache 19/13141“, 20.07.2026
[7] ZDF heute: „Aldi-Tochter fördert Wasser zum Nulltarif - kein Einzelfall“, 23.03.2026


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3SP
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Tags: #Wasserverbrauch #Notreserve #Tiefenwasser #Großkonzerne #USA #CocaCola #RedBull #kostenlos #Diskriminierung #Ungleichbehandlung #Mitbestimmung #Gleichberechtigung #Allgemeingut #Lobbyarbeit #Datencenter
Erstellt: 2026-11-07 09:48:35


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