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24.02.2026 Atommüll aus dem Blick

Die Asse säuft ab

Wir haben in Deutschland Schwierigkeiten mit Digitalprojekten, wie das Mausystem, die elektronische Gesundheitskarte, die elektronische Patientenakte, das ALG II Projekt, u.v.a. bewiesen haben. Aber auch mit einer anderen Technologie stehen wir auf Kriegsfuß - die Atomtechnologie. Was? AKWs haben wir doch abgeschafft, oder?

Das stimmt nur teilweise, denn die Atomfabrik in Lingen arbeitet weiter und soll sogar noch ausgebaut werden. Zum Thema "Versagen" passt jedoch viel mehr der Umgang mit den Hinterlassenschaften der abgeschalteten AKW. Dass die 38 Milliarden der Energiekonzerne, mit denen sie sich ihrer Verantwortung für die Entsorgung des Atommülls entledigen konnten in keiner Weise ausreicht, wussten wir schon vorher. Also wird der Steuerzahler künftig dafür aufkommen müssen.

Auch bei der Zwischenlagerung gab es genug "Versagen" und Verschieben der Verantwortung und auch des Mülls, den wir hier nicht aufarbeiten können. Nachdem wir kürzlich über einen Artikel (s.u.) von Greenpeace über das Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel vom Mai 2024 gestolpert sind, kam die Frage auf, was inzwischen geschehen ist, um die sich dort für das Grundwasser anbahnende Katastrophe abzuwenden. Und die Antwort heißt: Nichts.

Die große Politik verschließt die Augen völlig und die Landesbehörden tun als ob sie was tun wollten - aber nichts passiert. Dabei liegen in dem ehemaligen Kali- und Steinsalz-Bergwerk rund 126.000 Fässer mit Atommüll und rosten vor sich hin. Die ersten Tausende Fässer wurden noch - ebenfalls unverantwortlich - in zehn Lagen übereinander gestapelt, später ab 1974 werden die Fässer per Radlader vom Kammerzugang über die Böschung in die Kammer gekippt, um Zeit zu sparen, schreibt Greenpeace. Inzwischen lagern - glücklicherweise über die 126.000 Fässer verteilt - an die 9kg Plutonium, ausreichend für mindestens eine Atombombe.

Über den aktuellen Zustand der Fässer in der Asse schreibt Greenpeace: "Heute fließen Tag für Tag rund 12.000 Liter salzhaltiges Grundwasser ins Bergwerk – das entspricht dem Inhalt von rund 50 Badewannen". Niemand schaut nach, wie viele Fässer inzwischen durchgerostet sind. Die Asse hat ihre Aufgabe erfüllt, denn die Asse II diente als Nachweis für die sichere Entsorgung von Abfällen deutscher Atomkraftwerke und machte deren Genehmigung erst möglich. Treppenwitz der Geschichte ist dabei, dass von 1967 bis 1975 keine Gebühren für die Einlagerung radioaktiver Abfälle verlangt wurden. Die Rettung des Grundwassers in der Umgebung der Asse durch eine Bergung des radioaktiven Schlamms in der Asse wird zig Milliarden kosten und mit jedem Jahr des Nichtstuns teurer ...

Mehr dazu bei https://www.greenpeace.de/klimaschutz/energiewende/atomausstieg/asse-ii-endlager-gau
und alle Artikel über Atomenergie https://www.a-fsa.de/cgi-bin/searchartl.pl?suche=akw&sel=meta


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3Nc
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Tags: #Asse #Atommüll #Wolfenbüttel #Grundwasser #Bergung #AKW #Atomprojekte #EU #nachhaltig #Milliarden #Schulden #Jahrtausende #ausgestrahlt
Erstellt: 2024-02-15 09:16:02


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