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10.05.2026 Tag der Befreiung

Wir vergessen nicht, dass diese Befreiung von außen kam

Ob man den "Tag der Befreiung" am 8. oder am 9. Mai begeht, ist nicht wichtig, sondern, dass man sich daran erinnert, dass Millionen Menschen sterben mussten, weil eine Rassenideologie die Oberhand in Deutschland gewonnen hatte und jeder Widerspruch dagegen mit dem Transport in ein Konzentrationslager endete. Das sollte uns heute wach machen gegenüber Parteiprogrammen, die uns gegen alle Welt abschotten möchten und die Menschen aus anderen Ländern für minderwertig betrachtet.

Wichtig ist auch, dass wir den Menschen danken, die ihr Leben für unsere Befreiung opfern mussten. Das waren mit über 27 Millionen Toten vor allem die Völker der Sowjetunion. Auch deshalb waren wir auch am 8. Mai wieder an der Gedenkstätte in der Straße des 17. Juni.

Wir vergessen nicht, dass diese Befreiung von außen kam

Dieser Satz wurde anlässlich des 8. Mai von einigen Bundespräsidenten mit unterschiedlicher Tonlage ausgesprochen - am eindeutigsten in der Rede Richard von Weizsäckers 1985. Doch schon am 8. Mai 1975 hatte der amtierende Bundespräsident Walter Scheel festgestellt: "Sicher, am 8. Mai 1945 brach das nationalsozialistische Regime endgültig zusammen. Wir wurden von einem furchtbaren Joch befreit, von Krieg, Mord, Knechtschaft und Barbarei ... Aber wir vergessen nicht, dass diese Befreiung von außen kam, dass wir, die Deutschen, nicht fähig waren, selbst dieses Joch abzuschütteln."

In den 30 Jahren davor kamen in den Reden die Begriffe "Befreiung" und "Dank" kaum sichtbar vor. Damals beherrschten Begriffe wie "Vernichtung" und "Untergang" die offiziellen Statements.

PS. Einen unangenehmen Nebengeschmack boten uns - wie schon im letzten Jahr - wieder die unnötigen Absperrungen um die Gedenkstätte, die mit zusätzlichen Verbotsschildern versehen waren (Bild links). Im letzten Jahr hatten wir beobachtet, dass die Verbote von der Polizei auch durchgesetzt wurden, wenn man keinen Diplomatenpass vorweisen konnte. Während wir die Ablehnung von Uniformen aus pazifistischen Gründen unterstützen könn(t)en, bleibt uns die Gleichsetzung der sowjetischen und russischen Fahne schleierhaft.

Zufälligerweise konnten wir auf dem Rückweg auf dem Platz des 18. März am Brandenburger Tor auf einer Erinnerungstafel zum damaligen Aufstand sehen, dass die ebenfalls preußische Polizei auch damals schon das Gedenken an die Opfer reglementiert hat (Bild rechts).

Mehr zum "Tag der Befreiung" bei https://www.a-fsa.de/cgi-bin/searchartl.pl?suche=Befreiung&sel=meta


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Erstellt: 2026-05-10 08:26:51


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