07.06.2026 Wissen der Menschheit muss allen gehören

Zu gefährlich für die Öffentlichkeit

... soll das neue KI Modell "Mythos" des Unternehmens Anthropic sein. Deshalb hält es die Firma geheim und erlaubt nur im Rahmen einer Initiative namens Project Glasswing einer Reihe von Firmen, die an IT-Sicherheit arbeiten mit dem System auf die Suche nach Software Schwachstellen zu gehen. Das war die Meldung bei Heise.de Anfang April nachdem das System angeblich bereits tausende hochriskante Zero-Day-Lücken identifiziert hatte.

Das war wohl keine Werbestrategie des Unternehmens, denn auch wir haben bemerkt, dass die Menge an Updates auf unserem Linux Server stark anstieg. Während üblicherweise 1-2 Updates innerhalb einer Woche kommen, waren es dann im Mai an einem Tag 48. Inzwischen ist wieder alles normal, aber man stelle sich vor "böse" Hacker könnten damit rumspielen. Moment mal, wer sagt denn, dass die eingeladenen Unternehmen beim Project Glasswing zu den Guten gehören?

KI Unternehmen in Staatsbesitz überführen

Diese für US Verhältnisse recht starke Forderung kommt von US Senator Bernie Sanders. Genau genommen will er nur die Hälfte - also 50% des Unternehmensbesitzes in die öffentliche Hand überführen. Aus diesem Besitz sollen den US Bürgern dann von den Gewinnen Dividenden ausgezahlt werden. Dazu will er den "American A.I. Sovereign Wealth Fund Act" einbringen. Der Gesetzentwurf sieht eine einmalige Steuer von 50 Prozent vor – nicht auf die Gewinne der großen KI-Unternehmen, sondern auf deren Aktien. Betroffen wären unter anderem OpenAI, Anthropic und Elon Musks xAI, schreibt Telepolis.de.

Bernie Sanders begründet sein Vorhaben auch nicht etwa mit dem Wunsch in den USA den Sozialismus einzuführen, sondern durchaus marktwirtschaftlich: "KI-Modelle seien auf dem "kollektiven Wissen der Menschheit" trainiert worden – auf Büchern, Musik, Journalismus, wissenschaftlicher Forschung und Milliarden alltäglicher Gespräche. Dieses Wissen sei überwiegend ohne Erlaubnis, Anerkennung oder Vergütung in die Modelle eingeflossen."

Dieses Argument wird sogar von OpenAI-Chef Sam Altman gestützt, der eingeräumt hat, dass KI auf den "kollektiven Erfahrungen [...] und Erkenntnissen der Menschheit" aufbaue. Das Projekt wäre auch nicht neu, denn die norwegischen Staatsfonds, finanziert aus Öleinnahmen und der Alaska Permanent Fund funktionieren ähnlich und führen zu hohen Renditen.

Aktivisten weltweit fordern ebenfalls eine demokratische Kontrolle über die großen Tech-Konzerne insbesondere im Hinblick auf KI. Auch Papst Leo XIV. hat KI zur sozialen Frage des 21. Jahrhunderts erklärt und in seiner Enzyklika "Magnifica Humanitas" gefordert, die Technologie müsse "entwaffnet werden", schreibt Telelpolis dazu. Und einige (kleinere) KI Firmen deuten zumindest Verständnis für Sanders Argumente an. Doch brauchen sich Musk und Co. bei den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen im US Kongress und den Medien, die schon jeden Liberalen zum Kommunisten erklären, keine Sorgen machen ...

Mehr dazu bei https://www.heise.de/news/Anthropics-neues-KI-Modell-Mythos-Zu-gefaehrlich-fuer-die-Oeffentlichkeit-11248034.html
und https://www.telepolis.de/article/Bernie-Sanders-will-50-Prozent-der-KI-Aktien-in-oeffentliche-Hand-bringen-11318656.html


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Tags: #Anthropic #Mythos #AI #KI #geheim #IT-Lücken #Gefahr #WissenderMenschheit #Enteignung #BernieSanders #ElonMusk #Kapitalismus
Erstellt: 2026-06-07 08:06:50


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