18.07.2026 Auch Schufa muss Datensparsamkeit beachten

Schattendatenbank löschen!

Eigentlich sollte die Schufa - ein privates Unternehmen - welches über fast alle wichtigen finanziellen Daten von fast allen Menschen in Deutschland verfügt, transparenter werden. So kann man jetzt bei der Schufa nachfragen, wie der persönliche Score ist. Auch wenn sie nicht, wie von vielen verlangt, ihre Methode der Berechnung des persönlichen Scores offen legen will, so sollten doch uralte Daten dafür nicht mehr berücksichtigt werden. Dann sollten diese Daten auch gelöscht werden und für niemanden mehr zugänglich sein.

Netzpolitik.org schreibt jedoch: Die Schufa, die größte Wirtschaftsauskunftei des Landes, besitzt neben ihren aktuellen Daten eine Schattendatenbank mit historischen und veralteten Daten über Millionen von Menschen. Das hat eine gemeinsame Recherche von NDR und Süddeutscher Zeitung herausgefunden. Das sind "Pfändungen und Privatinsolvenzen, Schulden, die die Betroffenen oft schon vor Jahren beglichen haben".

Wenn solche Daten als "veraltet" gelten und auf Nachfragen nicht mehr ausgewiesen werden, dann dürfen sie auch nicht weiterhin gespeichert werden. Das ergibt sich aus dem Grundsatz der Datensparsamkeit, der in der DSGVO festgelegt ist. Die Schufa behauptet mit diesen Daten die Zuverlässigkeit ihrer Algorithmen zur Berechnung des Scores zu testen. Dazu reicht auch ein leicht zu erstellender Testdatensatz mit einigen Tausend virtuellen Testusern und nicht der Datenbestand von Millionen echter Menschen.

Campact hat auf WeAct eine Petition gestartet mit der gefordert wird, die alte Schattendatenbank sofort zu löschen. So erfordert es auch das deutsche und europäische Datenschutzrecht.

Mehr dazu bei https://weact.campact.de/petitions/schufa-skandal-schattendatenbank-sofort-loschen
und https://netzpolitik.org/2026/daten-skandal-schufa-speichert-alte-datensaetze-ueber-millionen-von-menschen/#netzpolitik-pw


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Erstellt: 2026-07-18 08:14:38
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