Zwei Gründe von vielen
Es gibt viele Gründe für ein Digital-Verbot für Kinder, aber es gibt auch mehr als zwei Gründe die dagegen sprechen:
- Auf der Digitalkonferenz re:publica sprachen Forscher*innen, dass es keine wissenschaftlichen Belege für die Sinnhaftigkeit eines pauschalen Social-Media-Verbot für Minderjährige gibt.
- Außerdem befürchten selbst Ordnungsfanatiker, dass ein solches Verbot nicht wirksam durchsetzbar sein wird.
Die letzte Aussage wird von ersten Beobachtungen aus Australien gestützt. Trotzdem waren sich auch auf den Diskussionen auf der re:publica fast alle einig, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Die erste Aussage beruht auf einem aktuellen Diskussionspapier des Weizenbaum-Instituts, dass es keine wissenschaftlichen Belege für „konsistente, starke negative Effekte“ sozialer Medien auf Minderjährige gibt. Vielmehr ist die Wirkung kontextabhängig und kommt stark auf individuelle Dispositionen und die soziale Umgebung der Nutzenden an, schreibt netzüolitik.org. Dort fasst man den aktuellen Stand so zusammen: Die Mehrheit befürwortet Verbote, aber glaubt nicht daran.
Es ist also vor allem mehr sinnvoll, mehr Förderung (also auch Geld) in Schule, Freizeit und soziales Umfeld zu stecken, um den Jugendlichen Alternativen anzubieten ...
Wie aus dem 2. unten verlinkten Artikel zu ersehen ist, wird genau das von der Politik nicht gemacht. So spricht sich EU Präsidentin Ursula von der Leyen für ein Social-Media-Verbot für Minderjährige plus Alterskontrollen aus bevor sich ihre Jugendschutz-Expert*innen dazu äußern können. Damit zeigt sie ein weiteres Mal, dass es nicht um wissenschaftliche Erkenntnisse geht, sondern um zusätzliche Kontroll- und Überwachungsbefugnisse. Darüber hinaus setzt sie die Experten unter Druck, die nun genau wissen welche Erwartungshaltung die EU-Kommission an ihre Ergebnisse im Sommer hat.
Mehr dazu bei https://netzpolitik.org/2026/social-media-verbot-weder-wissenschaftlich-fundiert-noch-effektiv/
und https://netzpolitik.org/2026/es-ist-meine-ueberzeugung-von-der-leyen-kommt-eigenen-fachleuten-zuvor-und-will-social-media-verbot/
Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3PT
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Tags: #SocialMedia #Verbot #Kinder #Jugendliche #Verbraucherdatenschutz #Datenschutz #EU #Australien #Ungleichbehandlung #Alternativen #Förderung #Bildung #Wissenschaft #Experten #Verhaltensänderung
Erstellt: 2026-05-26 08:01:52
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